Licht & FarbenStart: Licht & Farben

Wenn Licht auf einen Gegenstand fällt, können, je nach Material und Art der Oberfläche, ein Teil (oder alle) Lichtwellen zurückgeworfen (reflektiert) werden.
Man spricht von einer Spiegelung (Totalreflektion), wenn (fast) alles Licht reflektiert wird, ansonsten wird der Begriff diffuse Reflektion bzw. Streuung verwendet.

Das Reflexionsgesetz besagt, dass bei spiegelnder Reflexion der Winkel, in dem die Welle auf die Oberfläche trifft, gleich dem Winkel ist, in dem sie reflektiert wird. Also α = β, und beide liegen mit dem Lot in einer Ebene (der Einfallsebene). Voraussetzung ist, dass die Wellenlänge erheblich größer ist als die Abstände zwischen den Streuzentren (beispielsweise Atome).

Tatsächlich kann die Reflexion von Licht immer dann auftreten, wenn Licht von einem Medium mit einem bestimmten Brechungsindex in ein Medium mit einem anderen Brechungsindex gelangt. Im allgemeinsten Fall wird ein bestimmter Anteil des Lichts von der Grenzfläche reflektiert und der Rest gebrochen (siehe Fresnel Gleichungen zur Berechnung).

Reflexion tritt auch an der Oberfläche von transparenten Medien wie Wasser (Seen) oder Glas auf.
Im Falle von Milch haben die Fetttropfen im Wasser die Größenordnung der Wellenlänge des sichtbaren Lichtes und bilden und somit findet das Reflexionsgesetzt (s. o.) keine Anwendung, gleiches gilt für die Lufteinschlüsse zwischen den Fasern bei Papier.

Die Reflexion wird bei fast allen Arten von elektromagnetischen Wellen beobachtet, nicht nur bei dem sichtbaren Licht. Selbst harte Röntgen- und Gammastrahlen können mit speziellen Spiegeln in flachen Winkeln reflektiert werden.