Licht & FarbenStart: Licht & Farben

In der Optik und Farbmetrik spricht man von Remission (lat. remittere = zurückschicken) wenn ein Körper einen Teil des Lichtspektrums absorbiert (Opazität) sowie einen Teil transmittiert (transparente Medien) bzw. reflektiert / streut (undurchsichtige Medien). In diesem Kontext ist die wörtliche Bedeutung von „Remission“ (wieder aussenden) und nicht einfach „zurückschicken“ wie in Reflexion.

Diese feinsinnige Unterscheidung, beruht auf der Theorie, das Lichtwellen in die Oberfläche des Materials eindringen, mit Molekülen interagieren, und insbesondere von Farbmitteln mit einer absorbiert oder mit einer modifizierten Wellenlänge wieder ausgesendet werden.

Der Remissionsgrad ist das Verhältnis (Quotient) der von einer Oberfläche remittierten Leuchtdichte in Messrichtung zu der Leuchtdichte einer Oberfläche in Referenzweiß.
Er nimmt als Quotient Werte zwischen 0 (Schwarz) und 1 (weiß) an und wird üblicherweise in Prozent angegeben. Als Referenzweiß wird eine ideal weiße und ideal matte Oberfläche benutzt.
Der Remissionsgrad wird häufig mit dem Reflexionsgrad verwechselt. Der Remissionsgrad bezieht sich immer auf eine ideal matte Referenzfläche.

Während „Glanz“ fast immer gerichtet ist, ist die Remission so gut wie immer diffus. Eine besondere Messgeometrie um Reflexion (Glanz) auszuschließen ist die Ulbrichtsche Kugel, in der die Strahlung diffus verteilt wird.