Licht & FarbenStart: Licht & Farben

Das RGB-Farbmodell stellt Farben, nach dem Prinzip der additiven Farbmischung, mittels dreier Grundfarben (Rot, Grün und Blau) dar.
Es basiert auf der Dreifarbentheorie, der zufolge fast alle Farbreize durch das Mischen dreier Primärfarben nachgebildet werden. RGB steht als Abkürzung für rot-grün-blau, und die Reihenfolge der Buchstaben folgt der „umgekehrten“ Wellenlänge (von langwellig (rot) nach kurzwellig (grün)).

Die vollständige Spezifikation eines RGB-Farbraums erfordert auch die Definition des Weißpunkts und eine Gammakorrekturkurve. Seit 2007 ist sRGB, ursprünglich mit 8 Bit pro Kanal (0…255) für CRT-Monitore entwickelt, der mit Abstand am häufigsten verwendete RGB-Farbraum.

Additive Farbmischung
Rot + Grün     = Gelb (255,255,0)
Grün + Blau = Cyan (0,255,255)
Rot + Blau = Magenta (255,0,255)
Rot + Grün + Blau = Weiß (255,255,255)

Diese Bildschirme hatten also 3 Kanäle mit je 256 Werten zur Verfügung. Auf diese Weise konnten 256 x 256 x 256 =16,8 Millionen verschiedene Farben dargestellt werden.

In dieser Konnotation werden die RGB Werte als Triplet dargestellte, z.B. (0,0,0) für „Schwarz“ (alle drei Kanäle sind komplett „Dunkel“.
Alternativ gibt es auch die Hexadezimale Schreibweise mit Werte von 0-9 + A-F: Magenta wäre FF00FF (je 2 Stellen beschreiben einen Kanal). Bei dieser Darstellung haben Grautöne immer gleiche Werte für alle Kanäle: CCCCCC.

Der RGB-Farbraum wird für selbstleuchtende (farbdarstellende) Systeme benutzt, die dem Prinzip der Additiven Farbmischung unterliegen. Nach Graßmanns Gesetzen lassen sich Farben durch drei Angaben definieren, im RGB-Farbraum sind dies der Rot-, der Grün- und der Blauanteil. Die geometrische Form eines spezifischen Farbraums (wie sRGB) hängt vom jeweils technischen System ab, für das der jeweilige Farbraum bestimmt wurde, unter anderem von den Wellenlängen der Primärfarben.

Realisierbare Bildschirmfarben

Vergleicht man die Farben auf dem Bildschirm mit Farben, denen wir im Alltag begegnen, in Werbeprospekten, Magazinen, Mode, an Straßenfahrzeugen etc., so bemerken wir Defizite nur dann, wenn man gezielt danach sucht. Das liegt auch daran, dass sich unser Wahrnehmungsapparat leicht täuschen lässt.

Fällt Ihnen etwa auf, dass die Photographie einer Clematis (Waldreben) niemals das schöne Violett der Natur zeigt? Oder dass Türkis- oder Aquamarintöne auf dem Bildschirm vergleichsweise "mikrig" ausfallen?

Farbräume von Bildschirm und Lack in einem horzontalen Querschnitt durch den CIELAB FarbRaum

Farbräume von Monitor und Lack in einem vertikalen Schnitt durch den CIELAB-Raum entlang der Helligkeitsachse L (mit Wert 50) und durch die Blau / Gelb - Achse


In der Helligkeitsebene L= 50 sind auf dem Bildschirm wesentlich brillantere (höheres Chroma) Violett-, Rot- und Orangetöne als auf dem Gebiet der Lacke realisiert werden können.
Im Grünbereich macht sich das grüne Leuchtpigment mit einer Ausbuchtung etwa bei h=150 bemerkbar. Von daher sind sind mit Lackpigmenten brillantere blau/grüne Farben möglich.

Im Lackbereich sind brillantere Gelbtöne möglich als auf dem Monitor. Der Bildschirm ist im Vergleich zu den in der Lackindustrie machbaren Blautönen arm an normalen und insbesondere grünlicheren Blautönen.