Licht & FarbenStart: Licht & Farben

Die subtraktiven Farbmischung beruht darauf, dass dem Spektrum des Lichts, durch Pigmente oder Filter, bestimmte Wellenlängen „entzogen“ (Absorption) werden. Diese Methode ist insbesondere für Farbbeschichtungen aller Art elementar, und beruht meistens auf den 4 Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK).

Im Unterschied zur additiven Farbmischung werden, meistens ausgehend von weißem Licht, durch Absorption oder Filterung Farbanteile weggenommen (subtrahiert). Als Merkregel gilt, dass die subtraktiven Farbmischung ihre Anwendung bei „nicht selbstleuchtenden“ Beschichtungen findet (also alle Objekte, die erst mit Licht angestrahlt werden müssen, um „sichtbar bzw. farbig“ zu erscheinen).

Die 4 Grundfarben (Cyan, Magenta, Yellow und des Schwarzanteils Key) des CMYK Farbraums

Die 4 Grundfarben (Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und des Schwarzanteils Key (K)) des CMYK Farbmodells.


Die Farbe, die eine Oberfläche zeigt, hängt davon ab, welche Anteile des Spektrums des einfallenden Lichts (welches nicht immer „weiß“ ist) nicht absorbiert werden und somit sichtbar bleiben.

Wenn das einfallende Licht nicht weiß ist, kann unserer Gehirn gut, aber keineswegs perfekt kompensieren. Das „rot“ eines Apfels scheint uns während der Morgen- und Abenddämmerung dasselbe zu sein, obwohl es durch die sehr unterschiedliche Zusammensetzung des Lichts zu diesen Zeitpunkten, rein physikalisch stark schwankt.

Subtraktive Farbsysteme beginnen mit Licht, meistens weißem Licht. Farbige Pigmente oder Filter zwischen dem Beobachter und der Lichtquelle bzw. der reflektierenden Oberfläche eines Materials, subtrahieren bestimmte Wellenlängen des einfallenden Lichts und „verleihen“ dem Objekt somit Farbe.

"Farben" Mischen

Wenn man die Farben Rot und Grün aus dem Wasserfarbenkasten mischt, entsteht Braun. Woran liegt das: hier wurden 2 Farbmittel gemischt nicht aber „Farben“!

Das Grün ist ja deswegen grün, weil ihm Blau und Rot fehlen. Das Rot ist deswegen rot, weil ihm Blau und Grün fehlen. Wenn diese beiden gemischt werden ich dem werden vom Spektrum so gut wie alle Wellenlängen entzogen: der Blaubereich, der Grünbereich und der Rotbereich.
Da die Malkasten-Farben nicht 100% rein sind, bleibt ein kleiner Rest an Farbreiz übrig, ein mehr oder weniger dunkles Braun!

Farbmittel-Mischung ist immer subtraktiv

Farben – im eigentlichen Sinn - kann man nicht subtraktiv mischen! Gemeint ist immer "Farbmittelmischung".
Auch wenn man farbige Filter hintereinander schaltet oder farbige Schichten aufeinander druckt, ist das im Prinzip der gleiche Vorgang. Es spielt keine Rolle, ob die Farbmittelmoleküle hintereinander angeordnet sind oder ob sie wild durcheinander liegen, sie absorbieren (subtrahieren) ihre spezifischen Lichtwellen aus dem Spektrum.

Beim "Addieren" (mischen) von Farbmitteln addieren sich deren subtraktive Wirkungen, ihre Absorptionen. Was von einem Objekt remittiert wird, ist aber etwas positives, ist positive Lichtenergie, die im Auge additiv als Reiz wirkt.

Nur Farbreize können additiv gemischt werden

Wenn auf der Bühne im Theater der rote und der grüne Scheinwerfer sich überlappen, nehmen sie sich gegenseitig nichts weg sondern verstärken den energetischen Reiz zu "Gelb"!

Wenn Sie eine gelbe Fläche auf ihrem Bildschirm mit einer guten Lupe betrachten, dann lässt sich erkennen, das da grüne und rote Punkte (Sub-Pixel) leuchten, die additiv die entsprechenden Zapfen stimulieren, und dann im Gehirn die Farbwahrnehmung „Gelb“ erzeugen.

Fazit

Die Verwirrung um die Begriffe additive und subtraktive Farbmischung hängt mit der Eigenart der deutschen Sprache zusammen, dass nämlich für das färbende Mittel (Farbmittel) und für den bewirkten Farbeindruck (Farbreiz) ein und derselbe Ausdruck "Farbe" verwendet wird.

Es gibt nur Farbmittelmischung und die ist in der Wirkung subtraktiv (wenn man unbedingt den Ausdruck verwenden will, "absorptiv" wäre besser!) und die additive Wirkung von Farbreizen im Auge, die additive Farbmischung, wenn man unbedingt davon reden will oder muss.