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...und nochmals Goethe...

50 Jahre vor Charles Darwin schrieb Goethe in seiner Farbenlehre den geradezu prophetischen Satz:
"Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu verdanken. Aus gleichgültigen tierischen Hülfsorganen ruft sich das Licht ein Organ hervor, das seinesgleichen werde; und so bildet sich das Auge am Lichte fürs Licht..."
Es gab also schon vor Darwin „Darwinstische“ Vorstellungen und Darwin hat sie zumindest auf einem bereits geistig präparierten Feld entwickelt!
Aber auch sonst hat Goethe hier recht: Der winzige Bereich von nur 300 nm Bandbreite im gigantischen Spektrum der elektromagnetischen Wellen liegt energetisch gerade richtig, um mit jeder Form von Materie in vielfältiger Weise in Wechselwirkung zu treten, was heißen will, von Materie selektiv absorbiert, gebeugt oder gestreut zu werden. Wenn im Laufe der Evolution „biologische“ Empfänger für elektromagnetische Strahlung entstehen konnten, dann mussten es "Antennen" für gerade den Wellenlängenbereich zwischen etwa 400 und 700 nm sein, weil die Evolution zu immer höherer Wahrnehmung der Außenwelt nur innerhalb dieses Wellenbandes geschehen konnte. So sind unsere Augen und unser Gehirn und alles was zu unserem optischen Wahrnehmungsapparat gehört - selbst ja Materie -, eingebunden in diese bemerkenswerte Dualität des Wechselspiels zwischen Materie und dem was wir heute "Licht" nennen.

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