Auge
Auge und Gehirn
Das Auge ist "nur" der Empfänger.
Die Farbempfindung entsteht im Gehirn
Wie eine Videokamera besteht das Auge aus einem optischen und einem "elektronischen" Teil: gewissen lichtempfindlichen "Bauelementen", welche die Lichtsignale in elektrische Impulse umwandeln. Die Impulse werden dann in einem Netzwerk von Nervenzellen umgeformt und durch den Sehnerv, der aus einem ganzen Bündel einzelner Nervenfasern besteht, an das Sehzentrum des Gehirns weitergeleitet. Es sind drei verschiedene Typen von Zapfen nachgewiesen, die untereinander in Wechselwirkung stehen und zusammen eine bereits kompaktierte Information für "Rot", "Grün" oder "Blau" an das Sehzentrum melden. Erst dort wird z.B. die Empfindung "Gelb" produziert, wenn die Zapfen simultan "Rot + Grün" melden!
Drei "Farbempfänger"
Es sind pysiologisch drei selektiv auf bestimmte Wellenlängenbereiche abgestimmte Zapfen nachgewiesen.
Der "Blauempfänger" wird von kurzwelligen Strahlen, etwa dem Bereich 400-500nm
angesprochen.
Der "Grünempfänger" ist für den Wellenlängenbereich 500-600 zuständig.
Der "Rotempfänger" überlappt sich in der Empfindlichkeit teilweise mit dem
"Grünempfänger". Er spricht auf den Wellenlängenbereich 500-700nm an, mit einem
Schwerpunkt bei 590nm.
Kein Empfänger für Gelb
Wenn man das Licht einer Natriumdampflampe, die fast nur monochromatisches "einfarbiges" Licht der Wellenlänge ca. 580 nm ausstrahlt, gelb empfindet, dann deswegen, weil es die beiden Empfänger für Grün und Rot gleich stark anspricht.
Gelb ist eine Mischempfindung aus Grün und Rot.
Auch der Farbfernseher und der Monitor Ihres Computers arbeiten nur mit roten und grünen Pixels. In einer gelben Bildschirmpartie sehen Sie mit der Lupe nur leuchtende rote und grüne Punkte.
Kein Farbmetrikbuch ohne dieses Bild
Der Kamerateil des optischen Wahrnehmungsapparates